Psychologische Praxis 
       Psychotherapie / Hypnose          

Schematherapie - Raus aus alten Schubladen

Was ist ein Schema? Wie entsteht es?

Die Schematherapie ist eine junge, moderne Form der Psychotherapie. Der Amerikaner Joffrey Young entwickelte diese Therapiemethode in den vergangenen 20 Jahren, nachdem er festgestellt hatte, dass herkömmliche, therapeutische Verfahren, wie die Verhaltenstherapie bei einer Vielzahl von psychischen Beeinträchtigungen, wie Persönlichkeitsstörungen, ängstlich-kontaktvermeidenden Persönlichkeiten, Schüchternheit, Phobien, sozialen Ängsten, Selbstwertthemen und Depressionen, oft nicht den erwünschten Erfolg brachten. Joffrey Young entwickelte daraufhin aus verschiedenen, therapeutischen Richtungen die Schematherapie. 

Der Schematherapie liegt die Annahme zugrunde, dass psychische Leiden (Ängste, Depressionen..) im Wesentlichen dadurch entstehen, dass bestimmte emotionale Bedürfnisse in der Vergangenheit nicht oder nur unzureichend erfüllt wurden und diese Bedürfnislücke auch später nicht geschlossen werden konnte. Die Betroffene eignen sich Bewältigungsstrategien (meist Erduldungs,- und Vermeidungsmuster) an, um den Schmerz, der durch die Zurückweisung, Ablehnung und Nichterfüllung emotionaler Bedürfnisse entstanden ist, zu lindern. Da die Bedürfnisse aber trotzdem unerfüllt bleiben und die gewählten Strategien kindliche Lösungen sind, die zu keinem wünschenswerten Ergebnis führen, werden die psychischen Wunden immer tiefer und können nicht oder nur schwer abheilen. Ist ein Schema erst einmal entstanden, dann läuft es in der betreffenden Person wie von selbst, automatisch ab, wie ein Computerprogramm, oder eine Art Schubladendenken, dass man nicht abschalten kann, wenn es erstmal angesprungen ist. Der Reiz, auf den das Programm oder die innere Schublade reagiert, ist irgendeine äußere Wahrnehmung, die unbewusst mit einer alten Verletzung in Verbindung gebracht wird. Die betroffene Person sitzt quasi in der Falle oder steckt in ihrem Schema, ihrer inneren Schublade fest fest. Sie kann gar nicht anders, als so denken, fühlen und handeln, wie ihr Schema es vorsieht. Der oder die Betreffende kann weder das Anspringen, noch den Ablauf des Programmes beeinflussen. Schematherapie

Fast jeder Mensch hat ein Schema. Wenn das Schema anfängt das Leben zu beeinträchtigen und die gewünschte Lebensführung oder Zielerreichung von dem eigenen Schema blockiert oder unnötig erschwert wird, dann ist es sinnvoll und hilfreich sich mit Hilfe der Schematherapie seine persönlichen Schemata genauer anzuschauen und alte, überholte, innere Programme durch neue, flexiblere zu ersetzen. Schematherapie

Ablauf der Schematherapie

In der Schematherapie werden ihre "Lebensfallen", deren Ursachen und bisherige, dysfunktionale Bewältigungsmuster oder Strategien aufgedeckt. Sie lernen sich selbst besser kennen und erkennen, dass in unterschiedlichen Situationen, verschiedene Anteile ihrer Persönlichkeit, oft kindliche Anteile,  die Führung übernehmen und ihre Denk,- und Handlungsweise bestimmen. Da dieser Prozess quasi automatisch abläuft, sie sozusagen unter Autopilot reagieren, ist dies einem erfüllten Leben wenig zuträglich und kommt Ihnen selbst meist nicht erwachsen vor. Im Lauf der Therapie entwickeln Sie immer mehr Abstand zu den alten Mustern und Handlungsweisen und entdecken neue, zielführende Lösungsstrategien

Tipp: Ein eindrucksvolles Beispiel, wie ein Schema entstehen kann, zeigt der kleine Sketch "Mensch ärgere dich nicht". Ein Kind wird dabei von seinen nahen Bezugspersonen beschämt und lächerlich gemacht wird. 

Die Schematherapie findet Anwendung bei: Persönlichkeitsstörungen, Ängsten (soziale Angst, Versagensangst, Phobien, Panik...), Selbstwertproblematik (es allen Recht machen wollen, nicht Nein sagen können..), Depressionen, Beziehungsproblemen, psychosomatischen Beschwerden. 

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